Montag, 5. Juni 2017

Haare waschen mit Roggenmehl?

Wie jetzt? Mit Roggenmehl? Haare waschen? Ja, das machen mittlerweile wohl so einige Leute. Ich wollte das auch gerne mal ausprobieren.

Das "Rezept" ist sehr einfach: einfach Roggenmehl und Wasser miteinander vermischen. Wichtig ist dabei allerdings, dass man auch wirklich Roggenmehl verwendet. Auf keinen Fall Weizen- oder Dinkelmehl verwenden, denn diese Getreidesorten enthalten zuviel Gluten. Daher hätte man beim Auswaschen des Mehls extreme Probleme. Auf das Mischungsverhältnis kommt es meiner Meinung nach nicht so sehr drauf an. Da hat jeder so seine Vorliebe.

Beim ersten Ausprobieren hatte ich eine sehr breiige Konsistenz (3 EL auf 60 ml Wasser). Außerdem hatte ich auch Roggenvollkornmehl verwendet und hatte den Brei etwa 1 Stunde stehen lassen. Ich habe mir die Haare kopfüber am Waschbecken gewaschen und die Masse überall verteilt, auch bis in die Spitzen. Da Mäuschen zugeguckt hat und nicht so furchtbar viel Geduld mitgebracht hatte, viel die Einwirkzeit recht kurz aus.


Ja, und das ist mir dann am Haar aufgefallen: sie waren leichter kämmbar als sonst, die Spitzen waren allerdings sehr trocken, der Ansatz noch leicht fettig. Ich habe die Haare dann geföhnt, damit Kleie-Reste leichter entfernt werden können.

Bei nachfolgenden Roggenmehl-Haarwäschen habe ich dann lieber Roggenmehl Type 1150 verwendet. Damit hatte ich praktisch keine Kleie-Reste im Haar. Außerdem habe ich das Mehl nicht mehr so lange quellen lassen. Und ich habe die Mischung deutlich flüssiger gemacht (weniger Mehl, viel mehr Wasser).

Man kann auch noch einige Zusätze benutzen. Ich habe es z. B. mal mit etwas Honig, getrockneter Brennessel (einfach einen Teebeutel aufgeschnitten) oder auch etwas Öl darin versucht.

Mein Fazit? Ehrlich gesagt: ich bin hier nicht so sehr begeistert. Ich habe große Probleme, wirklich alles aus den Haaren gewaschen zu bekommen. Meine Haare fühlen sich auch überhaupt nicht schön an. Der Ansatz ist meistens leicht fettig, die Spitzen sind sehr spröde und trocken, das Haar fühlt sich wachsig und irgendwie verfilzt an. Das Aussehen geht noch so einigermaßen. Man kann sich so durchaus unter Leute waagen, aber wohl fühle ich mich so nicht.

Aber: ich habe noch einige andere Alternativen herausgefunden. Davon erzähle ich in späteren Beiträgen.
Habt ihr auch schon mal solche Experimente gewagt?

Verlinkt bei: EiNaB

Kommentare:

  1. Hallo Bitja!

    Ich wasche nun schon seit über 2 Jahren mit Roggenmehl, allerdings nicht mit Vollkornmehl sondern Auszugsmehl.

    Allerdings habe ich relativ kurze Haare und vielleicht macht schon das auch noch einen Unterschied aus. Als Pflege gebe ich ein wenig Honig oder etwas Öl dazu.

    Eine Freundin von mir, die lange Haare hat, macht es so, dass sie zuerst das Sebum im Haar verteilt bzw. zu den Spitzen bürstet und anschließend nur den Haaransatz mit Roggenmehl wäscht. Die Länge der Haare wird nicht speziell mit Roggenmehl behandelt.

    Sie kommt damit sehr gut zurecht und ich kann mir schon vorstellen, dass das bei richtig langen Haaren auf diese Weise gut funktioniert.

    Also falls Du dem Roggenmehl noch eine Chance geben willst, könntest Du das ja auch so versuchen, vielleicht klappt es damit besser.

    Danke fürs Verlinken zu EiNaB!

    lg
    Maria

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    1. Hallo Maria,
      vielen Dank für die Tipps. Ich werde es schon noch mal versuchen. Vielleicht fehlt mir ja auch einfach die richtige Technik. Honig und Öl habe ich auch schon mal dazu gemischt, aber das war leider auch nicht besser. Ich werde schon noch das Richtige für mich finden.
      LG Bitja

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  2. RoggenMehl habe ich auch einige Zeit verwendet. Ich habe auch Waschen de getestet. Und an Haarseife habe ich mich noch versucht. Mit letzterem kam ich am besten zurecht.

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    1. Wascherde nicht Waschen de. ..

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    2. Danke für dein Feedback, Jasmin. Meine Schwester probiert es auch gerade mit Haarseife. Das ist durchaus auch noch eine Option für mich.
      LG Bitja

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